Das Jahr 2017

Ein ereignisreiches Jahr ist vorüber. Wir danken allen Freunden und Unterstützern unserer Arbeit sehr herzlich und freuen uns auf die weitere gute Zusammenarbeit mit unseren Freunden und Projektpartnern in Russland. Unser Engagement dient dem friedlichen Zusammenleben unserer beiden Völker. Das sehen wir, angesichts der politischen Eiszeit, als ein Gebot der Stunde. 

27.12.2017: Weihnachstfreude für russische Kinder- Diplomatenfamilien übergebenn KIndern in Pereslawl-Salesskij Geschenke. 

Eine inoffizielle hochrangige Diplomatendelegation der deutschen Botschaft Moskau war am 27.12. zu Gast bei unseren Projektpartnerinnen Svetlana Starostina und Svetlana Vasileva in Pereslawl- Salesskij. Dank der Initiative von Karolin Graf und Dietmar Tusk erhielten 20 Kinder in schwieriger Lebenssituation ein Geschenk im Rahmen der Aktion "Weihnachten im Schuhkarton." Vielen Dank, Svetlana Starostina, für die hervorragende Organisation mit Stadtrundfahrt, Theateraufführung und der Möglichkeit des Gedankenaustauschs, an dem auch Bürgermeister Vladimir Volkov teilnahm! Die Gäste waren überwältigt und beeindruckt von dem Engagement der Projektleiterin des Sozialfonds Stratilat für behinderte Menschen, Obdachlose, Familien, alte Menschen und Waisen in Not. Ja, diese Arbeit ist einzigartig und besonders. Danke! https://m.facebook.com/story.php…

 

02.12. 2017: Deutsche Botschaft Moskau- Weihnachtsbasar 2017

 Präsentation der Projekte der DRGK und des Wohltätigkeitsfonds "Stratilat" .

Der Basar ist eine Initiative von MitarbeiterInnen der dt. Botschaft unter der Schirmherrschaft des dt. Botschafters Rüdiger von Fritsch. Der Erlös fließt in soziale Projekte und medizinische Einrichtungen.Danke, Svetlana Starostina, Svetlana Vasileva, danke Ilja für die wunderbaren Lebkuchen aus Pereslavl-Zalesskij. Sie waren bei den Besuchern sehr beliebt.

Sehr zur Freude der teilnehmenden Hilfsorganisationen nahm  sich der dt. Botschafter Zeit für einen kurzen Infoaustausch und ein gemeinsames Foto. 

1.-4. Oktober 2017: Projektstartinitiative in Moskau, ein Aktion Mensch-Projekt

Die Aktion Mensch fördert die Kooperation der Deutsch- Russischen Gesellschaft Kraichgau mit dem medizinischen Zentrum "Milsoserdije" (Barmherzigkeit)  des Maria- Martha Klosters in Moskau und mit Swetlana Starostina vom Sozialfonds "Stratilat" in Pereslawl-Salesskij. Vereinbart wurde während des arbeitsintensiven Aufenthaltes der deutschen Delegation vom 1.-4.Oktober in Moskau die gemeinsame Erstellung einer  Handreichung in russischer Sprache für Eltern schwerstbehinderter Kinder. Die Übersetzung ins Russische übernimmt Katharina Martin, studierte Übersetzerin und die 2. Vorsitzende der DRGK, 

Zum 8-köpfigen Projektteam, das nach Moskau reiste, gehörten außer den Projektleiterinnen Dorothea Volkert und Swetlana Starostina die folgenden Personen:

Swetlana Wassiljewa aus Pereslawl, Dolmetscherin, Thilo Ulrich, Physiotherapeut in der Rehaklinik in Mosbach, Kristin Kälber, Physiotherapeutin aus Heidelberg, Christiane Seiler, Ergotherapeutin  aus Sandhausen, Alexander Herner, Vorstandsmitglied der DRGK sowie der Kinderneurologe und Chefarzt Dr. Daniel Vater vom Kinderzentrum und der Reha-Klinik der Johannes-Diakonie Mosbach. Ziel des Besuchs: Kennenlernen der russischen Kollegen und ihrer Arbeit im medizinischen Zentrum "Miloserdije" auf dem Gelände des Martha-Maria Klosters, Besprechung der Inhalte und des Aufbaus der geplanten Handreichung in russischer Sprache "Chancen für junge Menschen mit infantiler Cerebralparese- ein Ratgeber für Eltern und Therapeuten".

Die Erwartungen auf beiden Seiten wurden mehr als erfüllt. Die Broschüre soll erstellt und im Jahr 2019 vor einem Fachpublikum der Öffentlichkeit in Pereslawl-Salesskij präsentiert werden unter Einbeziehung der betroffenen Eltern und jungen Menschen. 

7.-10. September 2017: 1. Weltkongress für Menschen mit Behinderung

Jekaterinburg, die viertgrößte russische Stadt am Ural, war Gastgeber für die internationalen Teilnehmer des 1. Weltkongresses für Menschen mit Behinderung.

Die DRGK wurde vertreten durch das Vorstandsmitglied Alexander Herner und die russische Projektpartnerin Swetlana Starostina.

Ziele des Kongresses waren laut  Veranstalter: 

"- die Grundsätze und Werte der UN-Konvention über Behindertenrechte sichtbar zu machen und effektiv umzusetzen

- die Rolle der Menschen mit Behinderungen beim Schaffen der inklusiven Gesellschaft erhöhen!"

Am Rande des Kongresses trafen Alexander Herner und Swetlana Starostina das befreundete Ehepaar Jura und Marina P., das  Ex-Häftlinge betreut und ihnen bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft hilft.

5.-6. September 2017: Besuch im Kinderhaus Phönix

Uljana besucht jetzt die 4. Klasse. Habe Einblicke bekommen in den Lehrstoff in Mathe und Russisch. Rechnen mit Unbekannten, Turgenjew und Tolstoi...Alexandra hat das Abitur geschafft- allerdings ist sie noch sehr unentschlossen bezüglich ihrer Berufspläne. Dascha ist mit 18 Monaten jetzt die jüngste Bewohnerin.

 

Im Anschluss an die Sibirienfahrt reiste Dorothea Volkert nach Pereslawl-Salesskij. Dort traf sie sich mit dem Vorstandsmitglied Alexander Herner. Beide  nahmen an der Eröffnung des Begegnunsgszentrums Stratilat  teil,  erlebten den russlandweiten Schulanfang am 1. September in der Schule Nr.2, trafen sich mit Freunden, besuchten Familien und lernten Marina und ihre Großfamilie kennen, Seit dem Herbst 2017 bereitet Marina  für die Besucher des vom Diakonischen Werk Baden geförderten sozialen Mittagstisch das Essen zu und stellt ihre Räumlichkeiten im Ort Brembolo außerhalb der Stadt zur Verfügung. Zum Abschluss ihres Aufenthaltes erhielt Dorothea Volkert eine Einladung in die Stadtverwaltung. Sie stellte dem neuen Bürgermeister von Pereslawl-Salesskij die langjährige Kooperationsarbeit vor und besprach mit ihm die Entwicklung zukünftiger gemeinsamer Projekte. 

15.08.-06.09.2017: Aufenthalt und Spendenübergabe in Ulan-Ude

Dorothea Volkert reiste in Begleitung der russischen Projektpartnerin und Freundin Swetlana Wassiljewa mit der transsibirischen Eisenbahn von Moskau aus Richtung Ostsibirien. Ziel: Ein Treffen mit dem Chefarzt der Tuberkulosekliniken in Ulan-Ude und Freundinnen vor Ort. 

Überwältigende, endlose Landschaften, interessante Gespräche mit Fremden im 4 Personen-Abteil, Entschleunigung des Alltags, geschichtsträchtige Städte am Ural und in Ostsibirien, ein See, den jeder Russe "einmal gesehen haben muss...."  Dorothea Volkert ließ sich von der Leiterin des Kindersanatoriums "Solnyschko" und des Chefarztes der Kindertuberkuloseklinik Dr. A. S. die mit  Spendengeldern der DRGK  finanzierten neuen Fenster und Möbel zeigen und übergab Geldspenden aus dem Fonds "Kinder in Not" des Diakonischen Werkes Baden. Im Gespräch mit Dr. A. S. erfuhr D. Volkert, dass die Zahl der an Tuberkulose Erkrankten  nach Angaben des Chefarztes Dr. A.S. in Russland bei 53 pro 100 000 Einwohner liege. In Burjatien, einer Teilrepublik der Russischen Föderation mit

1.000 000 Einwohnern seien 78 pro 100 000 Einwohner betroffen. Während die Zahl der Neuerkrankungen in Russland um das 3-fache zurückging, sei ein Zuwachs in Deutschland zu verzeichnen. Früher erkrankten, so Dr. A. S.,  in Deutschland 5 Personen pro 100 000, heute seien es 12. Die Fachärzte in Burjatien stehen in internationalem Austausch, auch mit der Charité in Berlin. Den Rückgang der Erkrankungen erklärte der Chefarzt mit der Normalisierung der Lebensverhältnisse. Der Aufenthalt wurde abgerundet mit dem Besuch in einer Rehabilitationsklinik in den Wäldern außerhalb der Stadt und einer Fahrt zum buddhistischen Kloster Iwolginsk in der sibirischen Steppe nahe der Grenze zur Mongolei. 

Juli 2017: Große Freude im Phönix-Kinderhaus

Die kleinen Bewohner des Phönix-Kinderhauses waren besonders glücklich. Sie hatten Jana schon sehr vermisst. Nach zwei langen Jahren in Deutschland war  Jana für eine Woche im Juli auf Urlaub in Rogotschowo. Das FSJ-Jahr im Klinikum Karlsbad Langensteinbach endete für Jana im August. Die nächste große Herausforderung nimmt Jana gerne an. Sie wird im September 2017  bei ihrer ehemaligen Au-pair-Gastmutter  in Karlsruhe eine Ausbildung zur Arzthelferin beginnen und auch bei ihr wohnen.

22.-25.Mai 2017: Qualifizierung von internationalen Multiplikatoren im Bereich Fundraising

Der Deutsch-Russische Austausch in Berlin organisierte zusammen mit der russischen Organisation Zentrum für die Entwicklung von NGO's ein  Projekt zur Qualifizierung von Multiplilkatoren im Bereich Fundraising. Eingeladen waren ausgewählte Vertreter von NIchtregierungsorganisationen aus der Russischen Föderation, Deutschland, Großbritannien und Finnland. Das russische Gebiet Jaroslawl wurde vertreten durch unsere Projektpartnerin Swetlana Starostina. Im Rahmen dieses Projektes wurden ein Webseminar, eine Konferenz in St. Petersburg, ein Meeting in der weissrussischen Stadt Gomel sowie ein Praktikumsaufenthalt in Berlin. Russland stehe erst am Anfang der Entwicklung von Non-Profit-Organisationen, deshalb sei es laut Swetlana Starostina wichtig, dass Vertreter von russischen NGO`s einmal an einer derartigen Konferenz teilnehmen.  

Vorankündigung! Bitte Termin vormerken!

Die diesjährige Mitgliederversammlung  findet am

14. Juli statt.

Ort: Waibstadt, Brauereigaststätte "Zum Adler"/ Nebenzimmer

Beginn: 18 Uhr

 

Wir freuen uns über einen regen Besuch, Interessierte sind herzlich willkommen!

16.-19. Mai: III. Deutsch-Russisches Sozialforum in Pskow

Die Veranstaltung findet unter der Schirmherrschaft des ehemaligen deutschen Botschafters in Moskau, Dr. Jörg von Studnitz und Prof. Michail Fedotov, Berater des russischen Präsidenten und Chef des Präsidentenrates  für Menschenrechte und Zivilgesellschaft. Eingeladen sind Praktiker der Sozialarbeit mit Multiplikatorenfunktion aus nichtstaatlichen, staatlichen und kirchlichen sozialen Organisationen aus Deutschland und Russland. Die DRGK wird vertreten durch ihre russische Kooperationspartnerin Swetlana Starostina. Sie berichtete danach gegenüber der örtlichen Presse in Pereslawl-Salesskij: "Im Rahmen der Veranstaltung wurden verschiedenste Themen angesprochen, dazu gehörten in erster Linie die soziale Unterstützung junger und älterer Behinderter, Waisen, Familien in schwierigen Lebenssituationen, die Eröffnung der Theaterwoche der Menschen mit Handicap unter dem Titel "Eine andere Kunst" sowie die Entwicklung der Russisch-Deutschen Beziehungen vor dem Hintergrund des sogenannten "Agentengesetzes." Die Teilnahme an Foren dieser Art haben für Swetlana Strarostina eine große Bedeutung. Es besteht die Möglichkeit des  Austauschs über  bestimmte gesellschaftlichen Herausforderungen sowie über positive Erfahrungen von Teilnehmern zu deren  erfolgreicher Bewältigung. Swetlana Starostina vereinbarte in diesem Zusammenhang mit der Leiterin des Malteser Ordens in Moskau die Durchführung eines gemeinsamen Projektes für Schwangere in Krisensituationen. Das Projekt soll zeitnah umgesetzt werden.

20. Mai 2017: Arbeitskreis Osteuropa des Diakonischen Werkes Baden

Schon seit Jahren lädt das das Referat Osteuropa des Diakonischen Werkes Baden Vertreter von Hilfsorganisationen mit Schwerpunkt Osteuropa  zu einem Informations- und Gedankenaustausch ein. Die DRGK gehört von Anfang an dazu und wird  auch dieses Mal vertreten durch Dorothea Volkert. Gäste sind Jana Kuzmynikh aus dem Phönix-Kinderheim und Swetlana Wassiljewa aus Pereslawl-Salesskij . Die Veranstaltung findet in Karlsruhe im Hotel Eden statt.

Projekt "Sozialer Mittagstisch", Hilfe für Menschen in existenzieller Not

 

Seit September 2016 organisiert unsere russische Projektpartnerin Swetlana Starostina das Projekt "Sozialer Mittagstisch" in unserer Partnerstadt Pereslawl-Salesskij. 20-26 Personen erhalten von Montag bis Freitag im Sozialzentrum "Nadjeschda", in der Kantine "Visit"  oder zu Hause eine warme Mahlzeit. Sie besteht aus einer Suppe, einer Hauptspeise, einem Getränk und einer Teigtasche.  Zu den Hilfeempfängern gehören Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen, Familien in Notsituationen, alte Menschen, Obdachlose, Flüchtlinge und  von Obdachlosigkeit Bedrohte.

Ein weiterer Schwerpunkt der Hilfe ist die Unterstützung bei Behördengängen sowie Kostenübernahme von Medikamenten und Physiotherapie, die Organisation medizinischer Hilfsmittel und von Bekleidung. 

Vorgänger des Projektes war von November 2014- August 2016 eine Suppenküche in Pereslawl-Salesskij unter freiem Himmel. Wir sind der D. Epple Stiftung für die finanzielle Unterstützung der beiden Projekte sehr dankbar!

11.-14. Mai 2017: "Fake News oder Wahrheit?"

Ein internationales Seminar zu diesem Thema findt mit Teilnehmern aus Polen, Tschechien, Russland und Deutschland im Internationalen Forum in Bad Liebenzell statt. Die DRGK nimmt daran teil zusammen mit ihrer russischen Projektkoordinatorin Swetlana Wassiljewa. Interessierte können sich unter der folgenden Adresse anmelden:

http://internationalesforum.de/wp-content/uploads/2017/02/ProgrammAnmeldung-Maultaschen-Piroggen-05-2017.pdf

31.03.2017: Treffen mit dem russischen Botschafter Wladimir Grinin in Berlin

Dorothea Volkert nahm am Arbeitstreffen teil von Vereinen und Initiativen, die sich aktiv für die deutsch-russischen zivilgesellschaftlichen Beziehungen engagieren. Auf der Tagesordnung stand ein Meinungsaustausch mit dem russ. Botschafter und seinen Mitarbeitern zu folgenden Themen:
1. Aktuelle Schwerpunkte und Probleme sowie künftige Arbeitsschwerpunkte und Perspektiven in der Arbeit dt.- russ. NGOs
2. Kultur- und Sprachförderung Russisch
3. Städtepartnerschaften
4. Visafragen
Angesichts der belasteten politischen Beziehungen wurde die Bedeutung der kulturellen Begegnungen und des Austauschs auf dem Gebiet der Wissenschaft, der Kultur und im sozialen Bereich hervorgehoben. Die Teilnehmer beklagten, dass beim Visaantrag für den Aufenthalt im Schengen Raum biometrische Daten (Fingerabdrücke) erfasst werden. Das erschwere den Jugendaustausch, besonders für die russische Seite. Es wurde der Wunsch nach Visafreiheit zwischen den beiden Ländern geäußert. Botschafter Grinin gab zu verstehen, dass er bezüglich der Finanzierung von Austauschprojekten ansprechbar sei.